Dialekt und Dialektik, verstehst?
Nein, es ist nicht immer logisch, was der Franke denkt und meint, schon gar nicht, was er sagt – wenn er spricht. Meine Bühnenprogramme sind seit vielen Jahrzehnten eine Suche nach dem inneren roten Faden der fränkischen Seele. Gefunden habe ich Abgründe und paradiesische Nischen zugleich. Im Franken vereinen sich Sarkasmus, Derbheit und Anarchie mit der Verniedlichung beinahe aller Alltäglichkeiten („hammer a weng a Problem“) und dem Wegdrücken ungebetener Anfechtungen („host du des in der Zeitung glesn?“ „Was für a Zeitung?“).
Wenn mir danach ist, sing ich das alles einfach weg. Seit ich mit Winni Wittkopp bei den „Hobelspänen“ zum ersten Mal auf der Bühne eine Gitarre in der Hand hatte, lassen mich die „Liedla“ nicht los. Und: vieles unseres täglichen Ungemachs bleibt einem weniger im Hals stecken, wenn man es singt. Ganz besondere Momente sind für mich die Auftritte mit dem Pianisten Jo Barnikel und Norbert Nagel am Saxofon. Wenn es wieder einmal einen Termin mit unserem Trio gibt, erfahren Sie es hier auf meiner Homepage rechtzeitig!